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... seit vielen Jahren gehe ich so gut wie jeden Samstag bei Wind und Wetter mit einer Freundin wandern. Nach dreißig, vierzig Minuten der Begrüßungsupdates lassen wir unser Gespräch verebben und in den Stunden danach schweigen wir.
Es liegt ein besonderer Zauber darin, unterwegs und gleichzeitig still zu sein. Wir lauschen, beobachten, bleiben stehen, warten aufeinander, Blickkontakte brauchen wir nicht. Auf der Erde tanzen Sonnenflecken, Rehe beobachten uns aus dem Dickicht, der Duft wilder Blüten liegt in der Luft, hoch oben die hellen Rufe der Greifvögel, Rede und Gegenrede, Frage und Antwort.
Unterwegs sein heißt lebendig bleiben, sich bewegen, immer wieder neu hinschauen, sich verbinden und Anteil nehmen, die eigenen Wahrnehmungsprozesse bedenken, Abgrenzungen, Verschmelzungssehnsüchte. Immer öfter führen uns unsere Wege über die verdorrten Böden der Buchenwälder nördlich von Berlin, Staub unter den Füßen, wo feuchte Erde sein sollte. Wir klettern über sturmgefällte Baumriesen, deren Wurzeln sich nicht mehr im trockenen Boden halten konnten. Einige Jahre werden sie noch Blätter austreiben, dann werden viele von ihnen sterben. Manchmal geraten wir in weiträumige trockengefallene Kuhlen, überqueren das rissige Erdreich und erinnern uns: Hier lag doch ein Waldsee, das ist noch nicht lange her. In Brandenburg ächzt die Natur, sie durstet. Wir werden weiter wandern, haben wir uns vorgenommen, solange uns das möglich ist, werden Zeuginnen dessen bleiben, was geschieht.
Das Unterwegssein gehört zu den Grunderfahrungen eines jeden Menschen. Durch die Welt wandern, durch Lebensjahre und Lebensphasen, Erfahrungsräume, mit anderen zusammen und allein. Die Perspektive formt die Reflexion......
unterwegs Sylvia Wetzel Warum ... Buddhistinnen und Buddhisten das Leid der Tiere nicht gleichgültig sein darf Sylvia Rosenthal Bearing Witness in Auschwitz - Zeugnis ablegen jetzt - Im Gespräch mit Barbara Salaam Angyo Wegmüller Roshi und Cornelius von Collande Roshi Auf dem Weg zum wahren Selbst - Buddhistische Tempelreisen in Südkorea Hans Oberländer "Heimatlose Wanderer Ayya Vimalanyani Die erstaunlichen Reisen des chinesischen Mönches Xuanzang nach seinem Tod- Im Gespräch mit Benjamin Brose Die Elternreise - Betrachtungen über das Leben mit Kindern Sarina Hassine Konversionen: Reisen ins Offene Eberhard Kügler Pilgern. Stammeln. Staunen. Ursula Richard „Ich halte den Buddha für einen unglaublich modernen Philosophen“ - Im Gespräch mit Sebastian Gäb Vom Wert der Lehren und Begriffe Traleg Kyabgon Rinpoche Vertrauen – Saddha Ayya Phalanyani Buddhistische Praxis als spirituelle Lebenskunst - Das Herz öffnen, alle Wesen umarmen Ani Karma Tsultrim Was Meditierende erleben - Aus den DBU-Colloquien „Was ist Geist?“ Ulrich Ott "Ich wollte wissen, was sterben bedeutet“ Lisa Freund Wie üben wir uns in liebevoller Güte? Ajahn Brahm „Wer bist du gerade jetzt?“ Tobias Röder
Eine kleine Leseprobe als PDF zum Download gibt es hier: Blick ins Heft