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....wenn ich die Frage „Was trägt?“ eine Zeitlang auf mich wirken lasse, verkehrt sie sich in ihr Gegenteil. Was trägt denn nicht?
Mich trägt das Bett, aus dem ich morgens aufstehe. Meine Beine tragen mich. Mich trägt der Wohlstand, der es mir erlaubt, einen vollen Kühlschrank zu öffnen, Teller, Messer und Gabel in den Schränken zu finden, einen Tisch zu haben, an den ich mich setzen kann. Mich trägt die Gesundheit, die es mir möglich macht, zu kauen, zu schlucken, zu verdauen, mich zur Meditation hinzusetzen, meinen Geist auszurichten, mich an die Arbeit zu machen, täglich Kontakt zu Menschen aufzunehmen und Klarheit, guten Rat, Entgegenkommen von ihnen zu erfahren.
Mich tragen die Lehren und Gemeinschaften des Buddha, die Weisheit spiritueller Traditionen, weil sie mir eine Form eingeprägt haben und mich weiter bilden und so auf einen Weg schicken, den ich entlanggehen kann.
Mich tragen die Bäume in den Straßen, der Sauerstoff in der Luft, die neunhundertmal in der Stunde atmende Lunge, die Felder, auf denen mein Essen wächst, der Regen, solange er noch vom Himmel fällt, und die bedrängte, überlebenswichtige Natur. Die Arbeit der vielen Menschen trägt mich, die unser Gemeinwesen lebenswert bleiben lassen. Die Ausdauer und das Engagement derer, die wissen, dass nichts von dem selbstverständlich ist – nicht für alle, nicht für immer.
Dass es kostbar ist und mit einer Haltung von Dankbarkeit und Maßhalten gepflegt werden will: Natur, Gemeinwesen, bezahlbare Gesundheit und Auskommen aller, spirituelle Traditionen, Mitmenschlichkeit. Meine Lebenserfahrung trägt mich, all der Schmerz und die Freude, die sie hervorgebracht haben. Was von den zehntausend Dingen trägt denn nicht? .....
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Eine kleine Leseprobe als PDF zum Download gibt es hier: Blick ins Heft